Neuankömmlinge Jua und Lewa-Kenya

Auf und ab bei den Grevy-Zebras

Neue Grevy-Zebras mit Blick in Kamera | © Zoo Salzburg / Angelika Köppl

Manchmal liegen Freud und Leid schon sehr dicht beieinander. Erst ist die Begeisterung, ob der beiden neu im Zoo Salzburg eingetroffenen Grevy-Zebras groß, dann erfolgte nur zwei Tage später die Ernüchterung. Vollkommen unerwartet mussten wir uns leider von unserem Zebrahengst verabschieden. Somit sind aktuell vier der seltenen Tiere mit dem feinen Streifenmuster auf der Anlage zu sehen. Die Gruppe besteht aus der sechs Jahre alten Fiamma mit ihrem vor drei Monaten geborenen Stutfohlen Nya sowie dem neuen Mutter-Tochter-Gespann. Dieses eher ruhige Duo befindet sich schon in einem deutlich reiferen Alter. So ist Mutter Jua bereits 19 und ihre Tochter Lewa-Kenya zwölf. Dementsprechend entspannt verlief auch die Zusammenführung der Zebrastuten. Wobei sich Fiamma als fürsorgliche Mutter natürlich zunächst zwischen ihr Fohlen und die neuen Stuten stellte. Insgesamt haben sich die aus dem Zoo Amsterdam angereisten Grevy-Zebras schnell in Salzburg eingelebt und die neue Gruppe lässt sich als sehr harmonisch beschreiben.

Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion werden Grevy-Zebras als „stark gefährdet“ eingestuft. Einst war die größte der drei existierenden Zebraarten über weite Teile Ostafrikas verbreitet. Nach drastischen Populationseinbrüchen kommen sie heute nur noch im Norden Kenias und im Süden Äthiopiens vor, wobei der Großteil, der nur noch etwa 2000 Tiere, in kenianischen Schutzgebieten vorkommt. Anders als Berg- und Steppenzebras leben Grevy-Zebras nicht in festen Haremsstrukturen, bei der ein Hengst mehrere Stuten mit Jungtieren führt und gegebenenfalls verteidigt. Bei den hochgewachsenen Grevys haben die Hengste keine Harems, sondern feste Territorien. Diese werden von kleineren Stutengruppen durchstreift und der Hengst kann sich so mit mehreren weiblichen Tieren paaren. Nachwuchs in Zoos ist übrigens auch deshalb so wertvoll, weil Grevy-Zebras eine sehr niedrige Reproduktionsrate haben. Nach einer Tragzeit von 13 Monaten bleiben die Jungtiere sehr lange bei der Mutter. Durchschnittlich haben sie nur alle zwei bis drei Jahre Nachwuchs.

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