Um eine Attraktion reicher

Tierische WG für hochbedrohte Arten

Band wird von Politikern und Geschäftsführung durchtrennt vor der neuen Anlage | © Franz Neumayr

Mit der heutigen Eröffnung der Südostasien-WG hat der Zoo Salzburg einen weiteren Meilenstein in Richtung Zukunft gesetzt. Die Haltung der „vom Aussterben bedrohten“ Schopfmakaken und Visayas-Pustelschweine sowie die als „gefährdet“ geltenden Zwergotter bedeutet für den nördlichen Teil des Zoos eine enorme Attraktivitätssteigerung. Das betonten gleich zu Anfang der feierlichen Eröffnung Landeshauptfrau Karoline Edtstadler und Bürgermeister Bernhard Auinger. Während Karoline Edtstadler unter anderem von dem gesamten Zoo Salzburg als bedeutende Attraktion für die direkte Umgebung, aber auch für die angrenzenden Bundesländer und Bayern sprach, hob Bernhard Auinger den hochwertigen Wohnraum für die Tiere hervor, die sich sichtlich wohlfühlen würden.

Aktuell wird die Wohngemeinschaft von den Zwergottern Ravi und Mona, den Visayas-Pustelschweinen Miko und Matapang sowie dem Schopfmakak Kera bewohnt. Die sich aufdrängende Frage nach dem Verbleib der Artgenossen für letzteren konnte Geschäftsführerin Sabine Grebner die Umstehenden aus erster Hand informieren. Er soll drei weibliche Schopfmakaken aus einem englischen Zoo als tierische Gesellschaft dazubekommen. Das Problem dabei: Aufgrund des „Brexits“ sind die zu überspringenden behördlichen Hürden deutlich höher geworden, was den gesamten Organisationsprozess gehörig in die Länge zieht. Neben den drei Affenweibchen erwartet der Zoo Salzburg zudem zwei weibliche Pustelschweine aus den Vereinigten Königreich.

Und während Aufsichtsratsvorsitzender Josef Schöchl den Blick kurz in die Vergangenheit schweifen ließ, wobei er im gleichen Atemzug die enorme Weiterentwicklung des Zoo Salzburg herausstellte, zogen im Hintergrund die beiden Pustelschweine ihre Bahnen über die weitläufige Außenanlage. 1.200 Quadratmeter wollen schließlich erkundet werden. Mit dem Rüssel dicht über dem Boden und den Blick neugierig nach vorne gerichtet, sind sie bereits dabei, ihr neues Zuhause akribisch zu erkunden. Zwischendurch huschen die wendigen Zwergotter, die ausschließlich im Doppelpack auftreten, immer wieder kurz durchs Blickfeld, um dann im Eiltempo erneut die sichere Innenanlage aufzusuchen.

Allen Besucherinnen und Besuchern des Zoo Salzburg, die bereits seit Frühjahr 2025 auf die neue Attraktion warten, sei gesagt: Die neuen tierischen WG-Bewohner sind zu sehen und die liebevoll gestaltete Anlage lädt auf jeden Fall dazu ein, länger dort zu verweilen. Es dauert allerdings noch ein paar Tage, bis der Schopfmakak den neuen Außenbereich erkunden kann.

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