das war 2025 im zoo Salzburg

Tierischer Jahresrückblick

Auch wenn viele schon voller Spannung dem Jahr 2026 entgegensehen, ist kurz vor Silvester der perfekte Zeitpunkt, um das alte Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen. So behandeln die folgenden Zeilen unseren tierischen Jahresrückblick 2025. Wie immer brachten die vergangenen 12 Monate viele schöne Momente, aber auch ein paar weniger schöne mit sich. So sahen wir uns gleich zu Jahresbeginn dem Verlust des wenige Monate alten Zebrafohlens gegenüber. Am Schluss mussten wir uns leider geschlagen geben.

Vorübergehend verabschiedet hatten sich wie in jedem Winter die beiden Braunbären Losa und Aragon. Allerdings entschieden sich die beiden dafür, ihre Winterruhe ein wenig früher zu beenden und erschienen bereits Anfang Februar auf der Bildfläche. Dabei war Losa gute zwei Wochen früher dran als der hochbetagte Aragon. Mit 32 Jahren brauchte er zudem länger, um wieder „in Schwung“ zu kommen.

Einen indirekten, tierischen Meilenstein in Form des Spatenstichs zu einer neuen Tieranlage haben wir Ende Februar gelegt. Seitdem hat sich im nördlichen Bereich des Zoos viel getan. Das neue Tierhaus steht bereits und die Arbeiten an der Außenanlage für drei bedrohte Tierarten Südostasiens, die zukünftig gemeinsam dort leben werden, haben begonnen.

„Jungtier-Boom“ 2025

Im Frühjahr 2025 stellte sich dann ein wahrer „Jungtier-Boom“ ein. Den Anfang machten Ende März die Schneeleoparden mit ihrem „gemischten Doppel“. Malou wurde zum zweiten Mal Mutter und brachte ein weibliches und ein männliches Jungtier zur Welt. Zunächst freuten wir uns in erster Linie über die schöne Nachricht. Seit die munteren Geschwister Raju und Basanti die Außenanlage förmlich erobert haben, können wir uns an ihrem Spieltrieb und ihrer Lebensfreude kaum sattsehen.

Für viel Nachwuchs sorgten in diesem Jahr die Zebramangusten. Erst hatten sie ein Jungtier, das von allen erwachsenen Tieren umsorgt wurde, dann gesellten sich nach wenigen Wochen neun weitere Mini-Mangusten dazu. Man kann also getrost sagen, dass seitdem auf der Anlage einiges los ist.

Deutlich weniger Nachwuchs, dafür ebenfalls mit Streifenmuster, durften wir im April bei den Pinselohrschweinen begrüßen. Die drei weiblichen Tiere erhielten die Namen Mona, Lisa und Gia (abgeleitet von La Giocondo). Damit blieben wir unserer Linie treu, die Pinselohrschwein-Jungtiere nach bekannten Künstlern oder Gemälden zu benennen.

Ebenfalls dreifachen Nachwuchs gab es fast zeitgleich bei den Polarwölfen. Bis sich die Jungtiere etwas weiter von ihrer Wurfhöhle wegbewegten, dauerte es jedoch ein paar Wochen. Längere Ausflüge unternahm das Trio erst gegen Ende Juni. In dem Monat fanden ihre älteren Brüder ein neues Zuhause in einem französischen Wildpark. Somit kamen die einen, während die anderen gingen.

Ende April wurde schließlich die erst wenige Wochen in Salzburg lebende Baumstachlerdame Greta plötzlich Mutter. Somit war sie mit einem bis zum Tag der Geburt unentdeckten Geheimnis bei uns angekommen. Was wir auch nicht ahnten: Unser etwa ein Jahr lang allein auf der Anlage lebendes Männchen wird sich später als vorbildlicher Stiefpapa entpuppen.

Schließlich bekamen unsere beiden noch jungen Waldrentiere Pukka und Lumme im Mai je ein Hirschkalb. Zunächst waren wir noch sehr froh, dass bei den Geburten alles gut ging. Nach und nach stellte sich dann heraus, dass die Jungtiere stark entwicklungsverzögert waren und es beide leider nicht schafften

Neue Tierarten 2025

Einen Monat später haben wir uns von der Haltung der Halsbandpekaris verabschiedet. Den Nabelschweinen sind wir aber treu geblieben, und so zogen zwei Chaco-Pekaris in Salzburg ein.

Verabschiedet haben wir uns auch von drei Raubkatzen, die heute in anderen Zoos leben. Zuerst hat uns Pumadame Amaira verlassen, danach folgte ihre Tochter Delani und im Herbst folgte Schneeleopard Sayan.

Damit wir in naher Zukunft neue Löwen bei uns begrüßen dürfen, wurde im Jahr 2025 die Löwenanlage erweitert.

Im September eingezogen, aber nicht für Besucherinnen und Besucher zu sehen, waren fünf subadulte Feuersalamander, die Teil eines neuen Artenschutzprojektes sind. Ebenfalls nicht für Besuchende zu sehen ist die neu entstandene Zuchtstation für Endler Guppys, Kärpflinge und Sumpfschildkröten.

Zoo ist das Leben

Etwas zu feiern gab es Anfang September bei den Weißhandgibbons. Mayas und Samuks Tochter wurde nämlich zwei Jahre alt. Mit ihrer unbändigen Energie bringt die junge Affendame ordentlich Schwung in den Alltag ihrer Eltern.

Weil sich der Gesundheitszustand von Braunbär Aragon im Herbst 2025 sehr stark verschlechterte, mussten wir ihn im November leider gehen lassen. Unter Beachtung des Tierwohls wäre die bevorstehende Winterruhe für den alten Bären nicht mehr zumutbar gewesen.

Schlussendlich gab es noch einige Veränderungen bei den Grevy-Zebras. Erst erfolgte Mitte September die Geburt eines Stutfohlens. Dann zogen zwei neue Stuten aus dem Artis Zoo Amsterdam ein und wenige Tage darauf verstarb unser Hengst.

Kurz vor Jahresende durften wir schließlich bei einer anderen afrikanischen Tierart noch einen Neuzugang begrüßen. Dieser erhält jetzt noch die Möglichkeit sich in Ruhe einzuleben. Sie sehen, zum Ende des Textes bauen wir noch einen echten „Cliffhanger“ ein. Um welche Tierart es sich handelt, verraten wir nämlich erst im nächsten Jahr.

Bis dahin wünschen wir einen guten Rutsch ins Jahr 2026. 

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